|
Freienhufen,
wurde zum ersten Mal im Jahre 1279 urkundlich erwähnt und hieß bis 1937
Dobristroh, "Guter Werder" oder "ein guter Ort im Sumpfgebiet".
In früheren Zeiten lag das Dorf an der alten Salzstraße, die ein wichtiger
Handelsweg zwischen Ost und West war. Drei Plätze waren für die
sich auf der Durchreise befindenden Händler wichtig. Zum einen der Dorfanger
mit dem Teich, der als Pferdetränke diente, dann die ursprünglich
spätromanische Dorfkirche, die später stark verändert wurde,
als Stätte des Gebets und schließlich der Dorfkrug zur Übernachtung
und Beköstigung.
1921 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr, die bis heute besteht, gegründet. Die
Nationalsozialisten wollten alle Spuren wendischer Abstammung in Deutschland
beseitigen. Daher nannten sie viele Orte mit slawischen Name um. So
auch 1937 Dobristroh. Der Name "Freienhufen" wurde gewählt,
weil eben die Bauern sich 1602 freigekauft hatten und damit auf freien
Hufen (Ackerland) saßen. In Anlehnung dazu zeigt das Wappen drei
weiße Hufeisen auf rotem Grund. Von
1952 bis 1954 wurde die neue Brikettfabrik "Sonne I" errichtet
und nur wenige Jahre später kamen eine zweite, nämlich "Sonne II"
und ein Kraftwerk hinzu. Bis 1990 blieb die Fabrik eine der wichtigsten
Arbeitszweige der Region, aber mit der Wende kam es auch hier erst zu
einer Umstrukturierung in eine Staubmahlanlage. 1997 wurde das letzte
Brikett in "Sonne" gepreßt.
Luftaufnahme
1991 Brikettfabrik "Sonne" Freienhufen Im gleichem Jahr wird dann mit Zustimmung der Bürger, Freienhufen nach Großräschen eingemeindet. Die Gemeinde sichert sich dabei aber einige eigene Rechte und die Weiterführung der Grundschule im Dorf. Heute hat Freienhufen gut 700 Einwohner und eine Fläche von rund 1200 ha Land. Der Ortsteil liegt direkt an der B96 und der Autobahn A 13, Anschlußstelle Großräschen. Seit
der Wende hat sich am Ortsbild einiges verändert. Zum einen hat man
die Ortsdurchfahrt neu gestaltet, die Kirche restauriert und selstverständlich
die Grünanlagen am Dorfteich und Kirchplatz rekultiviert.
Wer
sich etwas intensiver mit der Ortschronik beschäftigen möchte kann sich
an Herrn Vogler, Tel./Fax: 035753/5748, wenden. Bei ihm können Sie alle
10 Hefte der Historischen Blätter zur Chronik von Freienhufen bestellen
(solange der Vorrat reicht). Die Themen der Hefte sind:
|
||||||||||||||||||||||||||||