Freienhufen, wurde zum ersten Mal im Jahre 1279 urkundlich erwähnt und hieß bis 1937 Dobristroh, "Guter Werder" oder "ein guter Ort im Sumpfgebiet". In früheren Zeiten lag das Dorf an der alten Salzstraße, die ein wichtiger Handelsweg zwischen Ost und West war. Drei Plätze waren für die sich auf der Durchreise befindenden Händler wichtig. Zum einen der Dorfanger mit dem Teich, der als Pferdetränke diente, dann die ursprünglich spätromanische Dorfkirche, die später stark verändert wurde, als Stätte des Gebets und schließlich der Dorfkrug zur Übernachtung und Beköstigung.

Im Jahre 1602 wurde das Klostergut Doberlug als Herrschaft an den Landvogt der Niederlausitz Heinrich Anselm von Promnitz verkauft. Diese Gelegenheit nutzten die Gemeinden Dobristroh und Barzig, um sich vom Frondienst gegenüber dem Kloster für 5500 Gulden frei zu kaufen. Erst als die Niederlausitz nach Preußen kam, verzichteten die Preußenkönige 1818 auf die "Confirmationsgebühr" (Bestätigungsgebühr), die bisher bei jedem Herrschaftswechsel gezahlt wurde, obwohl sie im Vertrag nicht genannt worden war. Dobristroh war jetzt wirklich freie Amtsgemeinde. Postkarte


Im Jahre 1816 fiel Dobristroh zum Amtsbereich Senftenberg und 1546 wurden im Dorf erstmals 2 Windmühlen betrieben.

Eingang Sonne

Mit dem Jahren 1897 und 1900 kam ein sehr großer geschichtlicher Umschwung durch den Bau der Brikettfabriken "Renata" und "Eva". Dadurch wurde Dobistroh, das spätere Freienhufen in unserer Region bekannt. Viele neue Arbeiterfamilien siedelten sich in der Gemeinde an und die Bevölkerungszahl stieg kontinuierlich.


Mit der steigenden Einwohnerzahl wurde der Bau einer größeren Schule notwendig, so daß 1899 die neue Schule (heutige Grundschule 4) eingeweiht wurde.

Schule Freienhufen

1921 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr, die bis heute besteht, gegründet. 

Die Nationalsozialisten wollten alle Spuren wendischer Abstammung in Deutschland beseitigen. Daher nannten sie viele Orte mit slawischen Name um. So auch 1937 Dobristroh. Der Name "Freienhufen" wurde gewählt, weil eben die Bauern sich 1602 freigekauft hatten und damit auf freien Hufen (Ackerland) saßen. In Anlehnung dazu zeigt das Wappen drei weiße Hufeisen auf rotem Grund.

Von 1952 bis 1954 wurde die neue Brikettfabrik "Sonne I" errichtet und nur wenige Jahre später kamen eine zweite, nämlich "Sonne II" und ein Kraftwerk hinzu. Bis 1990 blieb die Fabrik eine der wichtigsten Arbeitszweige der Region, aber mit der Wende kam es auch hier erst zu einer Umstrukturierung in eine Staubmahlanlage. 1997 wurde das letzte Brikett in "Sonne" gepreßt.

Brikettfabrik Sonne

Luftaufnahme 1991 Brikettfabrik "Sonne" Freienhufen

Im gleichem Jahr wird dann mit Zustimmung der Bürger, Freienhufen nach Großräschen eingemeindet. Die Gemeinde sichert sich dabei aber einige eigene Rechte und die Weiterführung der Grundschule im Dorf.

Heute hat Freienhufen gut 700 Einwohner und eine Fläche von rund 1200 ha Land. Der Ortsteil liegt direkt an der B96 und der Autobahn A 13, Anschlußstelle Großräschen.

Seit der Wende hat sich am Ortsbild einiges verändert. Zum einen hat man die Ortsdurchfahrt neu gestaltet, die Kirche restauriert und selstverständlich die Grünanlagen am Dorfteich und Kirchplatz rekultiviert.

Kirche Freienhufen

Park Freienhufen

Teich Freienhufen

Wer sich etwas intensiver mit der Ortschronik beschäftigen möchte kann sich an Herrn Vogler, Tel./Fax: 035753/5748, wenden. Bei ihm können Sie alle 10 Hefte der Historischen Blätter zur Chronik von Freienhufen bestellen (solange der Vorrat reicht).

Die Themen der Hefte sind:

Heft 1
75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Freienhufen
Heft 2
100 Jahre Sonne - Freienhufen
Heft 3
60 Jahre Ortsname Freinehufen
Heft 4
Gewerbe und Gewerke Freienhufen
Heft 5
Vereine und Sport in Freienhufen
Heft 6
100 Jahre Schule in Freienhufen
Heft 7
10 Jahre Wende und danach
Heft 8
715 Jahre Kirche Freienhufen
Heft 9
Die Zeit des Sozialismus (1945 bis 1989 in Freienhufen)
Heft 10
Ergänzungen und Korrekturen

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